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Geotechnische Baugrubenüberwachung in Bochum – Messen. Bewerten. Absichern.

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Ein acht Meter tiefer Verbau in der Innenstadt von Bochum, direkt neben einem Gründerzeitbau mit flacher Gründung. Der Baugrund ist heterogen: Auffüllungen mit Bergematerial aus dem früheren Steinkohlenbergbau über verwittertem Schieferton des Karbons. In dieser Konstellation reicht eine rein visuelle Kontrolle nicht aus. Wir setzen auf eine geotechnische Baugrubenüberwachung mit geodätischen und geotechnischen Messverfahren. Vor Beginn der Aushubarbeiten kombinieren wir das Monitoring oft mit einer Korngrößenanalyse, um die Tragfähigkeit des anstehenden Bodens zu verifizieren, und binden bei Unsicherheiten im Schichtenverlauf ein CPT-Versuch ein, das uns ein hochaufgelöstes Profil des Untergrunds liefert.

Eine Baugrube in Bochum ist mehr als ein Loch im Boden – es ist ein temporärer Eingriff in ein System aus Altbergbau, urbaner Last und empfindlicher Nachbarbebauung.

Vorgehen und Leistungsumfang

Bochum liegt im Übergangsbereich zwischen den Lössböden des Hellwegs und den Festgesteinen des Rheinischen Schiefergebirges. Gerade im Bochumer Norden und Osten treffen wir auf geringmächtige quartäre Deckschichten, unter denen das Karbon mit seinen Wechsellagerungen aus Sandstein und Tonstein ansteht. Diese Geologie verlangt eine Überwachung, die sowohl Verschiebungen im Lockergestein als auch Spannungsumlagerungen im Festgestein erfasst. Unser Messkonzept umfasst Inklinometerketten hinter der Verbauwand, geodätische 3D-Messungen an festgelegten Messbolzen und eine kontinuierliche Kontrolle der Ankerkräfte mit Kraftmessdosen. Ergänzend dokumentieren wir die Erschütterungen nach DIN 4150, da die dichte Bebauung in Stadtteilen wie Wiemelhausen oder Stiepel keine Reserven für dynamische Einwirkungen lässt.
Geotechnische Baugrubenüberwachung in Bochum – Messen. Bewerten. Absichern.
Technisches Referenzbild — Bochum

Lokale Besonderheiten

Die DIN 4123:2013-04 regelt die Standsicherheit von Baugruben und gibt klare Vorgaben für die messtechnische Überwachung. In Bochum verschärft der Altbergbau die Anforderungen. Tagesbrüche und unverfüllte Schächte sind eine reale Gefahr, die in keinem Baugrundgutachten fehlen darf. Unsere Überwachung beginnt deshalb mit einer gründlichen Recherche beim Landesarchiv NRW und einem Abgleich mit der digitalen Gefährdungskarte des Markscheidewesens. Ein plötzlicher Anstieg der Setzungsrate oder ein unerwarteter Spannungsabfall im Anker können auf eine Aktivierung alter Hohlräume hinweisen. Wer hier nur den Verbau misst und den Untergrund ignoriert, handelt grob fahrlässig. Wir definieren für jedes Projekt individuelle Schwellwerte, die eng mit dem Standsicherheitsnachweis und dem geotechnischen Bericht verzahnt sind.

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Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Überwachungsintervall bei AushubTäglich bis arbeitstäglich
Verfahren VerformungsmessungGeodätisch (Tachymeter) + Inklinometer
Kraftmessung Anker/SteifenKraftmessdosen / Dehnmessstreifen
ErschütterungsmessungDIN 4150-3, 3-Achsen-Schwingungsaufnehmer
BeweissicherungRissmonitore, Fotodokumentation, Nivellement
Warn- und AlarmwerteFestlegung nach DIN 4123 / Eurocode 7
Relevante NormDIN 4123:2013-04, EC 7 (EN 1997-1)

Verwandte Dienstleistungen

01

Verformungs- und Setzungsmonitoring

Präzise 3D-Vermessung von Verbauwänden und Nachbargebäuden mit motorisierten Tachymetern. Automatische Protokollierung und Alarmierung per E-Mail bei Überschreitung der festgelegten Grenzwerte.

02

Kraft- und Spannungsmessung

Kontinuierliche Überwachung der Ankerkräfte und Steifenlasten mittels kalibrierter Kraftmessdosen und Dehnmessstreifen. Direkter Abgleich mit der statischen Berechnung des Verbaus.

03

Erschütterungs- und Beweissicherungsmessung

Messung von Erschütterungen nach DIN 4150-3 während des Aushubs und der Verdichtungsarbeiten. Beweissicherung an angrenzenden Bauwerken durch Rissmonitore und Schwingungsaufnehmer mit digitalem Speicher.

Geltende Normen

DIN 4123:2013-04, Eurocode 7 (EN 1997-1:2004), DIN 4150-3:2016-12, Empfehlungen des AK 2.6 der DGGT

Gängige Fragen

Wie oft wird eine Baugrube in Bochum während des Aushubs gemessen?

Bei innerstädtischen Baugruben mit Gefährdungspotential führen wir die geodätischen Messungen arbeitstäglich durch. Die Inklinometer- und Kraftmessungen werden kontinuierlich aufgezeichnet und automatisiert ausgewertet. Der genaue Rhythmus wird im Messprogramm festgelegt, das Teil der Ausführungsplanung ist.

Was kostet eine geotechnische Baugrubenüberwachung in Bochum?

Die Kosten liegen typischerweise zwischen €780 für ein einfaches Setzungsmonitoring an wenigen Punkten und €2.560 für ein umfassendes Programm mit automatisierten Inklinometern, Kraftmessdosen und Erschütterungsmessung über mehrere Monate.

Welche Rolle spielt der Altbergbau bei der Überwachung in Bochum?

Eine entscheidende. Bochum ist durch den Steinkohlenbergbau geprägt. Wir gleichen die geplanten Messquerschnitte mit der amtlichen Grubenbildkarte ab und positionieren Inklinometer so, dass sie potenzielle Tagesbruchzonen erfassen. Bei Verdacht auf unverfüllte Schächte wird das Messintervall verdichtet.

Was passiert, wenn ein Messwert den Alarmwert überschreitet?

Unser System löst sofort eine gestaffelte Benachrichtigung per E-Mail und SMS aus. Der verantwortliche Prüfingenieur und die Bauleitung werden informiert. Parallel erfolgt eine technische Bewertung durch unser Messteam. Ist die Standsicherheit akut gefährdet, empfehlen wir umgehend eine Unterbrechung des Aushubs und leiten Maßnahmen wie eine temporäre Aussteifung ein.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Bochum und seinem Großraum.

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