Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.
MEHR ERFAHREN →Die Kategorie Pfahlgründungen umfasst sämtliche Tiefgründungsverfahren, bei denen Bauwerkslasten über vertikale Tragelemente in tiefer liegende, tragfähige Bodenschichten abgeleitet werden. In Bochum ist diese Disziplin der Geotechnik von zentraler Bedeutung, da die oberflächennahen Schichten im Ruhrgebiet häufig von Auffüllungen, Bergsenkungsgebieten und inhomogenen Verwitterungsböden geprägt sind. Eine sicher bemessene Pfahlgründung gewährleistet die Standsicherheit von Bauwerken und schützt vor unzulässigen Setzungen, die durch die komplexe Geologie der Region entstehen können.
Der Bochumer Untergrund ist maßgeblich durch die Karbon- und Kreideformationen sowie quartäre Lockergesteine gekennzeichnet. In weiten Teilen des Stadtgebiets finden sich künstliche Auffüllungen aus der langen Bergbau- und Industriegeschichte, die oft nur eine geringe Tragfähigkeit aufweisen. Darunter folgen verwitterte Tonsteine und Sandsteine, die in ihrer Festigkeit stark variieren. Diese geologischen Bedingungen erfordern eine sorgfältige Erkundung des Baugrunds, um die für eine Pfahlgründung maßgeblichen Parameter wie Mantelreibung und Spitzendruck zuverlässig zu bestimmen. Insbesondere in den Tallagen der Ruhr können zudem Grundwassereinflüsse die Ausführung und Bemessung von Pfählen erheblich beeinflussen.

Für die Planung und Ausführung von Pfahlgründungen in Bochum ist die umfassende deutsche Normenreihe maßgebend. Zentral ist die DIN EN 1997-1 in Verbindung mit dem nationalen Anhang DIN EN 1997-1/NA, die das Sicherheitskonzept nach Teilsicherheitsbeiwerten definiert. Ergänzend regeln die DIN 1054:2021-04 für die Baugrundsicherheit sowie die DIN EN 1536 für Bohrpfähle die spezifischen Anforderungen an Baugrunderkundung, Bemessung und Ausführung. Bei der Anwendung von Pfahlgründungen in Bergsenkungsgebieten sind zudem die Empfehlungen des Arbeitskreises 'Geotechnik der Bergbaufolgen' zu berücksichtigen. Die Einhaltung dieser Normen ist für die Standsicherheitsnachweise gegenüber der Bauaufsicht zwingend erforderlich.
Die Notwendigkeit einer Pfahlgründung ergibt sich in Bochum bei einer Vielzahl von Bauvorhaben. Typische Projekte sind der mehrgeschossige Wohnungs- und Gewerbebau in den innenstadtnahen Quartieren, wo hohe Lasten auf schlecht tragfähigen Auffüllungen abgetragen werden müssen. Auch Ingenieurbauwerke wie Brücken, Tunnel oder Stützwände im Zuge der Verkehrsinfrastruktur erfordern oft eine Tiefgründung mittels Pfahlgründungsbemessung. Im Industriebau, etwa bei der Errichtung von Kranbahnen oder Maschinenfundamenten, sind Pfähle häufig die einzig wirtschaftliche Lösung, um dynamische Lasten und Setzungsdifferenzen zu beherrschen. Selbst bei Einfamilienhäusern in Hanglagen oder über ehemaligen Schachtanlagen kann eine Pfahlgründung die sicherste Variante darstellen.
Eine Pfahlgründung ist ein Tiefgründungsverfahren, bei dem Bauwerkslasten über vertikale Tragelemente in tiefer liegende, tragfähige Bodenschichten übertragen werden. Sie wird notwendig, wenn oberflächennahe Schichten nicht ausreichend tragfähig sind oder mit unzulässig großen Setzungen gerechnet werden muss. In Bochum ist dies häufig aufgrund von Auffüllungen, Bergsenkungen oder inhomogenen Verwitterungsböden der Fall.
Die Bemessung erfolgt nach dem Sicherheitskonzept der DIN EN 1997-1 in Verbindung mit dem nationalen Anhang DIN EN 1997-1/NA. Ergänzend ist die DIN 1054:2021-04 für die Baugrundsicherheit heranzuziehen. Für spezifische Pfahltypen gelten Ausführungsnormen wie die DIN EN 1536 für Bohrpfähle. Diese Normen definieren die Anforderungen an Erkundung, Nachweise und Ausführung.
Der Bochumer Untergrund ist stark durch die Bergbaugeschichte geprägt. Weit verbreitet sind künstliche Auffüllungen sowie Bergsenkungsgebiete mit potenziellen Hohlräumen. Die Tragfähigkeit der verwitterten Karbon- und Kreidegesteine variiert stark. Eine detaillierte Baugrunderkundung ist unerlässlich, um die Pfahltragfähigkeit sicher zu bestimmen und Risiken wie Tagesbrüche auszuschließen.
Die Wahl des Pfahlsystems hängt von den spezifischen Baugrundverhältnissen, der Bauwerkslast und den Baustellenbedingungen ab. In Bochum werden häufig Bohrpfähle nach DIN EN 1536 eingesetzt, da sie in den anstehenden Felsformationen gut herstellbar sind. Auch Verdrängungspfähle oder Mikropfähle für beengte Verhältnisse können wirtschaftliche Lösungen darstellen und werden im Rahmen der Pfahlgründungsbemessung vergleichend bewertet.