Der Bochumer Baugrund stellt mit seinen typischen Verwitterungslehmen und aufgefüllten Zechenstandorten besondere Anforderungen an die Verdichtungskontrolle. Anders als in den lockeren Sanden des Münsterlandes oder den Kiesterrassen des Niederrheins haben wir es im mittleren Ruhrgebiet oft mit gemischtkörnigen, bindigen Böden zu tun, deren optimale Dichte nur mit einem volumetrisch präzisen Verfahren nachvollziehbar ist. Das Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 liefert genau diese Sicherheit: eine direkte, zerstörungsarme Dichtebestimmung, die auch bei schwierigen Kornverteilungen verlässliche Werte ergibt. Unser Laborpersonal führt die Prüfung auf Ihrer Bochumer Baustelle durch, wertet die Proben noch am selben Tag aus und dokumentiert den Verdichtungsgrad DPr für die Bauabnahme. In Kombination mit einem Proctorversuch zur Ermittlung der Referenzdichte ergibt sich ein lückenloses Qualitätsprotokoll, das sowohl Tiefbauämter als auch private Bauherren in Bochum, Wattenscheid und Umgebung anerkennen.
Die volumetrische Dichtebestimmung mit dem Sandkegel ist das einzige normativ abgesicherte Verfahren, das den Verdichtungsgrad bindiger Böden direkt und ohne Kalibrierkurve liefert.
Lokale Besonderheiten
Die industrielle Vergangenheit Bochums hat ein Erbe hinterlassen, das jeder Baugrundgutachter kennt: flächige Auffüllungen mit Bergematerial, umgelagerte Böden und nicht dokumentierte Leitungsgräben aus der Zeit des Steinkohlebergbaus. Wer auf diesen Flächen ohne flächendeckende Dichteprüfung baut, riskiert Setzungsmulden in der Fahrbahn, Risse in der Bodenplatte oder im schlimmsten Fall einen Nachbruch in alten Schachtbereichen. Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegel deckt unzureichend verdichtete Zonen präzise auf, bevor die gebundene Tragschicht oder der Belag eingebaut wird. Gerade im Bereich der ehemaligen Zeche Hannover oder entlang der Umgehungsstraßen, die über verfüllte Täler führen, empfehlen wir ein Prüfraster von maximal 25 m, um die geforderte DPr ≥ 98 % flächendeckend nachzuweisen. Das Verfahren ist bei der Fremdüberwachung durch anerkannte Prüfstellen nach RAP Stra akzeptiert und schafft eine belastbare Grundlage für die Gewährleistung der ausführenden Tiefbaufirma.
Gängige Fragen
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegel in Bochum?
Für eine Einzelprüfung in Bochum und Umgebung liegen die Kosten zwischen €110 und €140, abhängig von der Anzahl der Prüfpunkte pro Baustellentag und der erforderlichen Proctor-Referenzdichte. Bei Abnahme von fünf oder mehr Prüfungen am selben Tag reduzieren sich die Stückkosten spürbar.
Ab wann gilt eine Verdichtung als ausreichend?
Der geforderte Verdichtungsgrad DPr richtet sich nach dem Bauvertrag und der ZTV E-StB. Für das Erdplanum im Straßenbau wird in Bochum meist DPr ≥ 98 % gefordert, für Leitungsgräben je nach Überdeckung mindestens 97 %. Unser Protokoll weist den Ist-Wert direkt aus.
Wie viele Prüfpunkte brauche ich auf meiner Baustelle?
Das Prüfraster orientiert sich an der Homogenität des Bodens. Auf den typischen Bochumer Auffüllungsflächen empfehlen wir ein Raster von 20–25 m, im gewachsenen Lösslehm des Südens sind 30–40 m vertretbar. Wir legen das Raster nach Vorbegutachtung vor Ort fest.
Können Sie die Dichteprüfung auch bei Regen durchführen?
Leichter Regen behindert das Sandkegelverfahren nicht, solange die Prüffläche abtrocknet und das Eindringen von Wasser in die Grube verhindert wird. Bei Starkregen oder stehendem Wasser verschieben wir den Termin, da die Feuchtdichte sonst verfälscht würde.
Wie unterscheidet sich das Sandkegelverfahren vom radiometrischen Verfahren?
Das Sandkegelverfahren misst das Volumen direkt durch Ausgießen der Grube mit Normsand und ist damit unabhängig von Kalibrierkurven. Radiometrische Sonden arbeiten schneller, sind aber bei bindigen, wechselfeuchten Böden ungenau und unterliegen strengeren Strahlenschutzauflagen. Für Bochumer Verwitterungslehme ist der Sandkegel das genauere Verfahren.